Zoo Osnabrück: Zebras zusammen mit Nashörnern und Pinselohrschweinen

Foto: Zoo Osnabrück / Martina Hümmer

Im Osnabrücker Zoo gibt es eine neue Tier-WG: Bei den Breitmaulnashörnern und Pinselohrschweinen im „Tal der grauen Riesen“ sind drei Chapman-Zebras eingezogen.

So manch ein Zoobesucher mag die neuen Chapman-Zebras schon entdeckt haben, denn bereits im Frühjahr trafen die Tiere im Zoo Osnabrück ein: Stute Jule aus dem Zoo Schwerin, Stute Maria aus dem Zoo Ljubljana sowie Hengst Django aus dem Zoo Hoyerswerda. Während der letzten Umbauarbeiten in ihrem neuen Zuhause bei den Nashörnern lebten die „Neu-Osnabrücker“ zunächst hinter den Kulissen in der afrikanischen Tierwelt „Samburu“. Im letzten Monat zogen sie in das „Tal der grauen Riesen“ um und trafen dort nach und nach auf ihre neuen Mitbewohner: die vier Breitmaulnashörner Hans-Franz, Marcita, Lia und Amalie sowie die beiden Pinselohrschweine Hanni und Nanni. Die Eingewöhnung war eine Herausforderung, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück: „Die Zebras kannten sich untereinander auch nicht, deswegen sind wir Schritt für Schritt vorgegangen: Erst haben sich die Zebras aneinander gewöhnt, dann konnten sie die Pinselohrschweine kennenlernen und letzte Woche haben wir sie mit den Nashörnern zusammen gelassen. Zunächst haben sich die Tiere etwas skeptisch beäugt, aber dann war die Neugier doch größer und mittlerweile vertragen sie sich sehr gut.“
Langfristig strebt der Zoo auch eine Zucht mit den neuen WG-Bewohnern an: „In circa eineinhalb bis zwei Jahren wird der Hengst geschlechtsreif und dann steht dem Nachwuchs nichts mehr im Wege“, freut sich Klumpe.

Die beiden Grevyzebras, die zuvor bei den Giraffen und Elenantilopen in „Samburu“ gelebt haben, hat der Zoo an einen privaten Wildpark im Harz abgeben: „Sie haben leider bei den Antilopen immer wieder für Unruhe gesorgt und deren Jungtiere bedrängt. Chapman-Zebras gelten als ruhiger und es gibt bereits in anderen Zoos erfolgreiche Vergesellschaftungen mit weiteren Tierarten. Deswegen haben wir uns zum Wohle der Tiere entschieden, die Tierart zu wechseln und sie mit den Nashörnern zusammenzubringen. Die Dickhäuter lassen sich von Zebras nicht so schnell aus der Ruhe bringen“, erklärt Klumpe. Vergesellschaftungen verschiedener Tierarten seien in Zoos von Vorteil, da sie sich gegenseitig positiv stimulieren. Auch für die Besucher sei es spannend zu beobachten, wie die Tiere – ähnlich wie in der
Wildbahn – miteinander interagieren.

Besucher können die neue Wohngemeinschaft täglich im „Tal der grauen Riesen“ beobachten.

Quelle: PM Zoo Osnabrück