Zoo Osnabrück zieht Bilanz: 982.000 Besucher im letzten Jahr gezählt

Der Zoo-Aufsichtsrat setzt sich auch für die Tapire ein: Sie erhalten demnächst eine neue Außenanlage. Von links nach rechts: Hans Cromme (Aufsichtsratsmitglied), Reinhard Coppenrath (Aufsichtsratsmitglied und Präsident Zoogesellschaft Osnabrück e.V.) mit Tochter Diana, Reinhard Sliwka (Aufsichtsratsvorsitzender) und Karin Bruchhausen (2. stellv. Aufsichtsratsvorsitzende; es fehlt Wolfgang Schenk). – Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Zwar knackte der Zoo Osnabrück 2012 nicht die Eine-Million-Grenze wie im Vorjahr, blickt aber mit 982.000 Besuchern und 22.300 verkauften Jahreskarten auf das zweiterfolgreichste Jahr in seiner Geschichte zurück.

Die nächsten Bauprojekte laufen bereits
„Die Eröffnung des Affentempels ‚Angkor Wat’ war sicherlich einer der Höhepunkte 2012“, erinnert sich Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH. „Im neuen Jahr können wir dank 982.000 Besuchern in 2012 direkt daran anknüpfen: Unsere Tigeranlage wird bis 2014 ebenfalls im Tempelstil umgebaut. Dann ziehen zwei Sumatra-Tiger in das 1.000 Quadratmeter große Gehege ein.“ Circa 6,5 Millionen Euro Umsatz mit einem Gewinn von knapp 350.000 Euro vor Abschreibung habe der Zoo gemacht, so Sliwka. „Da der Zoo gemeinnützig ist, fließen alle Einnahmen direkt in den Zoo zurück und kommen hier den Tieren zugute“, so Sliwka.

Elefantentausch richtig und wichtig
Auch im Tierbereich zieht Karin Bruchhausen, zweite stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, eine positive Bilanz: „Unser neuer Zoodirektor Michael Böer ist sehr engagiert an seine neue Aufgabe herangegangen. So veranlasste er den Tausch mehrerer Zuchtpartner bei verschiedenen Tiergruppen, um so für eine größere genetische Vielfalt und damit gesunde Nachkommen zu sorgen. Das ist im Hinblick auf den Artenschutz und die Arterhaltung sehr wichtig.“ Für 2013 erwarte der Zoo deswegen einige Jungtiere. Die Entscheidung, die Afrikanischen Elefanten abzugeben und dafür in naher Zukunft die Asiatischen Dickhäuter aus Emmen aufzunehmen, sei zwar schwer gefallen, aber dennoch richtig und wichtig gewesen, so Bruchhausen, die selbst Tierärztin ist.

Neuer Streichelspielplatz ab März 2013
Doch nicht nur in der Tierwelt wird es 2013 Neuerungen geben, wie Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Schenk berichtet: „Für unsere jungen Besucher wird bereits im März die modernisierte Streichelanlage eröffnet. Wir haben das Konzept komplett überarbeitet: Auf der alten Anlage entsteht gerade ein asiatisches Bauerndorf, passend zur Tempelwelt ‚Angkor Wat’, in dem dann unter anderem Ziegen, Kaninchen und Quessant-Schafe frei herumlaufen.“ Außerdem werde es Spielmöglichkeiten für die ganz kleinen Besucher geben.

Auch im Bildungsbereich wird der Zoo 2013 sein Angebot erweitern, freut sich Aufsichtsratsmitglied Hans Cromme: „Am 11. April eröffnen wir Klimatopia, eine interaktive Ausstellung zum Thema Klimawandel, unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Stadtwerken Osnabrück und der Bingo-Umweltstiftung. Wir hoffen, dass unsere bärenstarken Klimabotschafter Tips und Taps die Besucher zum Klimaschutz motivieren können.“ Mithilfe der neuen Angebote hofft Cromme, dass der Zoo 2013 erneut die Eine-Million-Marke knackt: „Dank der ausgefeilten Masterplanung und einem sehr guten Marketingkonzept, erarbeitet von unserem Geschäftsführer Andreas Busemann, konnten wir für unsere Tiere viele Bereiche verbessern und auch für die Besucher attraktiver werden. Die hohen Besucherzahlen helfen uns wiederum,
die letzten veralteten Tierbereiche zu erneuern. Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Weiterhin viele Angebote im Zooverein
Über die neuesten Entwicklungen freut sich auch Aufsichtsratsmitglied Reinhard Coppenrath, der als Präsident der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. für das Vereinsleben der aktuell 2.223 Mitglieder zuständig ist: „Unsere Vereinsmitglieder unterstützen nicht nur die weitere Zooentwicklung, sondern profitieren auch davon. 2013 planen wir wieder ein Sommerfest, Sonntagsführungen und Zooreisen.“ Dieses Jahr geht es unter anderem in die Zoos Emmen und Rotterdam.

Der Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Gründung der Zoo Osnabrück gGmbH ins Leben gerufen. Neben den fünf Präsidiumsmitgliedern der weiterhin bestehenden Zoogesellschaft Osnabrück e.V. werden zukünftig zwei Vertreter
der Stadt Osnabrück in den Aufsichtsrat eintreten. Die Stadt Osnabrück hält demnächst fünf Prozent an der Zoo Osnabrück gGmbH. „Durch die Gründung der gGmbH im vergangenen Jahr bekommt der Zoo nun die professionellen
Strukturen, die er bei seinem stark gewachsenen Wirtschaftsvolumen benötigt und ist damit auch organisatorisch bestens für die Zukunft aufgestellt. Insofern war 2012 ein Richtung weisendes Jahr für den Zoo“, betont Aufsichtsratsvorsitzender Sliwka.

Quelle: PM Zoo Osnabrück