Zoo Osnabrück: Ein Weibchen für Schopfhirsch Klausi

Foto: Zoo Osnabrück / Hanna Rickert

Der Schopfhirsch Klausi ist nicht mehr allein im Zoo Osnabrück: Seit kurzem lebt der Ostchinesische Schopfhirsch mit einer Artgenossin zusammen. Bislang teilte sich der braune, rund 70 Zentimeter große Hirsch seine Anlage am Tigertempelgarten nur mit zwei Roten Pandas, den Schwestern Yin und Yang. Am 8. Mai kam mit der einjährigen „Elisa“ weibliche Verstärkung aus dem Tierpark Berlin an den Schölerberg. „Das Kennenlernen zwischen Klausi und Elisa verlief sehr harmonisch. Beide sind etwas schreckhaft – das ist bei Schopfhirschen aber normal. Auch an die beiden Roten Pandas hat sich Elisa schnell gewöhnt“, weiß Tierpflegerin Tanja Boss. Elisa sei ein besonderer Glücksfall, wie der wissenschaftliche Kurator Tobias Klumpe berichtet: „Nur sehr wenige Zoos halten Schopfhirsche: In Deutschland halten neben uns nur drei, in ganz Europa sogar nur sechs weitere Einrichtungen diese Tierart. Im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm, das den Bestand und die Nachzucht in Zoos wissenschaftlich koordiniert, sind insgesamt nur 27 Tiere verzeichnet“, so der Biologe weiter. Von diesen 27 Schopfhirschen seien acht im vergangenen Jahr geboren. „Nur dank des geburtenstarken Jahres war es für uns möglich ein Schopfhirsch-Weibchen zu bekommen. Daher freuen wir uns besonders über Elisa und hoffen, dass es vielleicht auch bald Nachwuchs gibt“, erklärt Klumpe. In der Wildbahn gilt der Ostchinesische Schopfhirsch laut Weltnaturschutzorganisation IUCN als „potenziell gefährdet“.

Quelle: PM Zoo Osnabrück

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