Zoo Osnabrück: Längere Öffnungszeiten und neue Tier WG in Takamanda

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Ab dem 20. Juli 2015 können die Besucher auch noch nach der Arbeit den Osnabrücker Zoo besuchen und die Tiere in der Abenddämmerung beobachten. Die Kasse hat bis 20 Uhr geöffnet und die meisten Tierhäuser sind noch bis 21:30 Uhr begehbar. Drei neue Tierarten, Rotbüffel, Diana-Meerkatzen und Drills, warten in „Takamanda“ auf die Besucher.

Für alle, die Löwen, Erdmännchen und Co. „Gute Nacht“ sagen wollen, ist der Zoo Osnabrück vom 20. Juli 2015 bis zum 16. August 2015 bis 21:30 Uhr geöffnet. In diesem Zeitraum überschneiden sich die Schulferien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. „Wir möchten unseren Besuchern wieder die Gelegenheit geben an heißen Sommertagen in der kühleren Abenddämmerung die Tierwelt zu beobachten. Denn dann werden viele Tiere erst richtig aktiv: Die Wölfe ziehen durch den Wald, die Vielfraße suchen nach Futter und die Bären nehmen noch einmal ein erfrischendes Bad“, berichtet Geschäftsführer Andreas Busemann. Auch die Tierhäuser sind in dieser Zeit bis 21:30 Uhr geöffnet. „Wir nehmen dabei natürlich Rücksicht auf die Tiere mit einem festen Schlafrhythmus. Orang-Utan Buschi schläft zum Beispiel spätestens um 19 Uhr, dabei wollen wir ihn nicht stören“, betont Busemann. Deswegen ist das Menschenaffenhaus bereits früher geschlossen.

Wer mehr über das abendliche Tierleben erfahren will, kann sich zwei Zoo-Guides anschließen. Diese führen während der verlängerten Öffnungszeiten interessierte Tierfreunde auf zwei verschiedenen Routen durch den Waldzoo. Start der rund 45-minütigen Führungen ist um 18:30 Uhr, 19:30 Uhr und 20:30 Uhr jeweils am Affentempel „Angkor Wat“ im Zentrum des Zoos. Es gelten die üblichen Eintrittspreise.

Neue Tier- WG in „Takamanda“

Nicht nur am Abend sondern auch tagsüber einen Abstecher Wert ist eine im Juni eröffnete Tier-WG in der afrikanischen Themenwelt „Takamanda“: Rotbüffel, Drills und Diana-Meerkatzen bilden hier nun anstelle der Mantelpaviane das Begrüßungskomitee. „Die beiden Primatenarten können auf den Kletterkonstruktionen ihre akrobatischen Fähigkeiten zeigen. Damit die Besucher die Tiere auch von Nahem sehen können, haben wir eine große Höhle mit integrierter Wärmeplatte nahe der Fensterscheibe des Besucherunterstandes gebaut. Hier finden die Primaten im Sommer kühlenden Schatten und an kälteren Tagen genießen sie den warmen Boden“, freut sich Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zoos. Die Drills erkennt man an dem dunkelbraunen Fell und dem haarlosen Gesicht. Auffällig ist beim Männchen die nackte Gesäßregion, die bläulich oder rötlich gefärbt ist. „Bei uns im Zoo leben momentan ein Männchen aus dem Zoo Wuppertal und drei Weibchen aus dem Zoo Saarbrücken. Die drei Rotbüffelweibchen stammen aus dem Zoo Berlin“, berichtet Wulftange. Rotbüffel zeichnen sich durch eine rotbräunliche Färbung und kurze, nach hinten gerichtete, kaum geschwungene Hörner aus. Als dritte Tierart können Besucher drei Diana-Meerkatzen beobachten. „Ihr Fell ist überwiegend schwarz, nur an der Brust weiß und am hinteren Rücken orange. Die zwei Weibchen kommen aus dem Zoo Duisburg und das Männchen aus dem französischen Zoo Parc de Beauval – es hatte wohl die weiteste Anreise“, so Wulftange. Sowohl Diana-Meerkatzen als auch Drills gelten als gefährdete Tierarten. Sie werden in Westafrika wegen ihres Fells oder als Nahrung gejagt, außerdem wird ihr Lebensraum, der Regenwald, gerodet und zerstört. Drills zählen deshalb bereits zu den seltensten afrikanischen Primatenarten. „Momentan gewöhnen sich die Tiere noch aneinander und sind mal einzeln oder in Zweiergruppen auf der Anlage zu sehen. Aber bestimmt können Besucher schon bald die komplette Tier-WG beobachten“, so Wulftange. Die Tiere haben auf der über 2.000 Quadratmeter großen Außenanlage viel Platz.

Quelle: PM Zoo Osnabrück