Zoo Osnabrück: Mehr Platz für die Humboldt-Pinguine

Humboldt-Pinguine - Foto: Zoo Osnabrück

Humboldt-Pinguine – Foto: Zoo Osnabrück

Mehr Platz für die Humboldt-Pinguine
Neue Bruthöhlen und großer Trockenbereich angelegt

Mehr Platz haben seit kurzem die 14 Humboldt-Pinguine aus dem Osnabrücker Zoo: Den neu angelegten Trockenbereich mit optimierten Bruthöhlen haben die ersten Pinguine schon bezogen. Jetzt hoffen die Zoomitarbeiter auf Nachwuchs – vielleicht sogar noch in diesem Jahr.

„Mit dem neuen Trockenbereich haben wir die Fläche des Geheges fast um das Doppelte vergrößert“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Assistent im Zoo Osnabrück. Er hatte gemeinsam mit Kirsten Bischoff, Revierleiterin des Vogelreviers, Tierpfleger Thorsten Vaupel und den Zoohandwerkern um Rolf Piepmeier die Umbaumaßnahmen geplant und koordiniert.
„Auf dem zusätzlichen Landteil haben wir sieben neue Bruthöhlen angelegt. Diese sind jetzt nach Süden ausgerichtet, bekommen also mehr Sonne ab, und sind somit wärmer. Zusätzlich wurde eine spezielle Drainage eingebaut, sodass die Höhlen trockener sind“, beschreibt Wulftange. „Die Höhlen sind außerdem mit einer Klappe ausgestattet – so können die Tierpfleger die Nester besser kontrollieren.“ Die Bruthöhlen auf der ursprünglichen Anlage sollen geschlossen werden.

Erste Bruthöhlen bereits bezogen

In den neuen Trockenbereich gelangen die schwarzweißen Vögel durch eine Röhre, die unter dem Besucherweg verläuft. Anfangs waren die geselligen Tiere schüchtern: „Unsere Pinguine sind eher zurückhaltend. Sie brauchen immer etwas länger, um sich an Neues zu gewöhnen“, erklärt Revierleiterin Kirsten Bischoff. Doch das Warten hat sich gelohnt: Drei Pinguinpaare haben den neuen Anlagenteil schon in Beschlag genommen und ein Paar brütet bereits zwei Eier aus. „Ob die Eier befruchtet sind, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Falls ja, schlüpfen mit etwas Glück dann schon die ersten Küken“, hofft Wulftange. „Dass die Tiere sich an die neue Umgebung so schnell gewöhnen, damit haben wir nicht gerechnet. Deshalb freut uns der Erfolg besonders und zeigt uns, dass wir bei der Planung die Bedürfnisse der Tiere richtig eingeschätzt haben.“

Auch die Besucher profitieren von dem Gehegeumbau: „Der Weg, der von den Pinguinen zu den benachbarten Seehunden führt, geht nun über die neue Anlage. Diesen möchten wir später auch für die Pinguine öffnen. Dann können die Besucher die putzigen Tiere hautnah erleben. Das ist sicher ein tolles Erlebnis“, freut sich Bischoff. Zuerst müssen sich die watscheligen Gesellen allerdings noch an ihr neues Zuhause gewöhnen. Wann der Besucherpfad auch zur Pinguinstraße wird, steht noch nicht fest.

Neues Salzwasserbecken

Zusätzlich zu dem neuen Trockenbereich haben die Humboldt-Pinguine, die ursprünglich aus Chile stammen und in der Wildbahn akut vom Aussterben bedroht sind, noch ein 300 Liter fassendes Salzwasserbecken im bisherigen Gehegebereich erhalten. Wulftange erklärt: „Salzwasser desinfiziert und ist gut für den Salzhaushalt der Tiere. Auch in der Wildbahn schwimmen die Pinguine im Salzwasser.“

Quelle: PM Zoo Osnabrück