Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei den Wasserschweinen, Erdmännchen und Rentieren

Foto: Zoo Osnabrück / Hanna Rickert

Erdmännchennachwuchs – Foto: Zoo Osnabrück / Hanna Rickert

Der Klapperstorch dreht fleißig seine Runden über dem Osnabrücker Zoo: Vier junge Rentiere, dreifacher Nachwuchs bei den Erdmännchen und zwei Dreier-Würfe bei den Wasserschweinen erfreuen Mitarbeiter und Besucher.

Zurzeit können Besucher des Osnabrücker Zoos jede Menge Tiernachwuchs bei den ersten Schritten und an der Seite der Mütter und Geschwister beobachten. In der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ sind insgesamt vier Rentier-Kälber geboren, im Südamerika-Areal knabbern sogar sechs junge Wasserschweine an Rote Beete und Co. und in der benachbarten Erdmännchen-Anlage schauen drei kleine Erdmännchen aus dem Bau.

Familienleben bei den Wasserschweinen
Wuselig geht es bei den Wasserschweinen, auch Capybara genannt, zu: Weibchen Mila brachte Mitte April drei Junge auf die Welt, ihre Mutter Marie gebar am vergangenen Sonntag ebenfalls drei Zöglinge. „Die Jungen sind schon wenige Stunden nach der Geburt ‚fertig‘ und laufen bei der Mutter mit. Sie werden einige Monate gesäugt, knabbern aber auch schon am Gemüse und Obst der Erwachsenen“, erklärt Sabine Springmeier, Tierpflegerin bei den Wasserschweinen. Vater Vamano erträgt das turbulente Familienleben mit viel Geduld und kümmert sich ebenfalls um seinen Nachwuchs. Welches Geschlecht die Jungtiere haben, ist noch nicht bekannt. „Wir wollen die Familie noch nicht stören, deswegen werden wir die Kleinen erst in zwei bis drei Monaten genau untersuchen und ihnen auch einen Erkennungschip geben“, berichtet die Tierpflegerin.

Drei Erdmännchenjunge auf Erkundungstour
Auf der gegenüberliegenden Erdmännchenanlage geht es inzwischen auch recht trubelig zu: Zwar verbringen die Jungtiere die ersten Wochen in ihrem Bau, da Augen und Ohren bei der Geburt noch geschlossen sind. Doch nach etwa zwei Wochen öffnen sie sich und die kleinen Raubtiere können ihre Nasen aus dem Bau stecken. „Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter schätzen das Geburtsdatum auf den 8. bis 10. April“, erklärt Jenny Betian, Auszubildende zur Tierpflegerin. Bei den Vertretern der kleinsten Mangustenart sind die Rollen klar verteilt: Es gibt ein Alphapärchen, das sich als einziges Paar fortpflanzt. Die älteren Geschwister übernehmen Helferrollen. „Die drei kleinen Erdmännchen entwickeln sich sehr gut und lernen schnell von ihren größeren Geschwistern“, so Betian.

Vier Rentierjunge in „Kajanaland“
Schnell auf den Beinen sind Rentierkälber: Innerhalb einer Stunde nach der Geburt stehen sie. „Rentiere ziehen in der Wildbahn weit umher, auch mit Jungtieren. Daher muss der Nachwuchs zügig mitlaufen können“, erklärt Thorsten Vaupel, Revierleiter von „Kajanaland“. Am 24.4. und 29.4. kamen die Halbgeschwister Naya und Jenny zur Welt, am 5.5. und 7.5. wurden ihre Halbbrüder geboren. Die Männchen tragen noch keine Namen. „Noch säugen sie nur bei ihren eigenen Müttern, im ‚Kindergartenalter’ bedienen sie sich aber auch bei den Müttern ihrer Halbgeschwister“, so Vaupel.

„Für die Tiere ist die Jungenaufzucht eine wichtige Erfahrung“, erläutert Vaupel. „Und für die Besucher ist es natürlich spannend das Familienleben im Tierreich zu beobachten.“ Wer mehr über die Jungenaufzucht erfahren will, kann sich an den Wochenenden und Feiertagen den Zoopädagogen anschließen, die unter anderem bei kommentierten Fütterungen die Tierwelt erklären.

Quelle: PM Zoo Osnabrück