Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei Tüpfelhyänen und Wasserschweinen

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Auch wenn der Herbstwind schon kräftig bläst, gibt es bei den Tieren im Zoo Osnabrück noch Nachwuchs zu vermelden. Dank Höhlen, einem warmen Swimmingpool und viel Kuscheln macht dem Nachwuchs von Wasserschweinen und Tüpfelhyänen die Jahreszeit nichts aus.

Bei den südamerikanischen Wasserschweinen, auch Capybara genannt, erblickten zwei Jungtiere am 28.09.2014 das Licht der Welt. Für Mutter Marie (3 J.) ist es bereits der zweite Nachwuchs in diesem Jahr. „Wir freuen uns sehr, dass die Zucht mit Wasserschweinmann Vamono so gut klappt – für die Tiere ist die Jungenaufzucht immer eine wertvolle Erfahrung“, freut sich Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Die älteren Geschwister, die im Frühjahr zur Welt kamen, freuen sich sicherlich über die neuen Spielkameraden. Bei schönem Herbstwetter herrscht in der Kinderstube richtig
Trubel und der Nachwuchs jagt über die Anlage. Wird es etwas kühler und nasser, verziehen sich die größten lebenden Nagetiere der Welt in ihr beheiztes Häuschen: „Hier haben sie auch ein warmes Schwimmbecken.
Wasserschweine sind extreme Nestflüchter und sind früh selbstständig. So schwimmen die Kleinen schon gerne und knabbern an Gemüse- und Obststücken. Besonders beliebt ist Paprika und rote Beete“, weiß Klumpe. Ob es sich bei den neuen Jungtieren um Männchen oder Weibchen handelt, ist noch nicht
bekannt. „Für eine Untersuchung ist es noch zu früh, wir wollen das Familienleben nicht stören.“

Auch bei den Tüpfelhyänen in der Afrikalandschaft „Takamanda“ gibt es zweifachen Nachwuchs: Hier sichteten die Tierpfleger am 12.10.2014 die Jungtiere von Mutter Lulonga (7 J.), als sie erstmals aus der Höhle kamen.
„Die Kleinen entwickeln sich gut und bei gutem Wetter sind sie auch gerne draußen. Allerdings schlafen sie noch recht viel und kuscheln natürlich gerne mit Mama“, berichtet Klumpe. Auffällig dabei ist, dass ein Jungtier aus dem vorherigen Jahr den neuen Geschwistern besonders nah kommen und bei ihnen liegen darf. Vater Badu (6 J.) muss dagegen Abstand halten: „Das ist bei Hyänen so üblich. Hier herrschen die Weibchen und die Männchen dürfen sich ihnen nur zur Paarung nähern. Aber wir haben großes Glück, dass Lulonga und Badu sich so gut verstehen, sodass Badu auch während der Jungenaufzucht in der Nähe bleiben darf“, so Klumpe.

Leider hat sich in den letzten Tagen eines der Jungtiere am Rücken verletzt. Das Zooteam hofft, dass die Wunde bald verheilt: „Das Jungtier steht unter tierärztlicher Beobachtung. Eine Behandlung ist zurzeit nicht möglich, da unser Eingreifen zu viel Stress und ein großes Risiko für die gesamte Familie bedeuten würde.“ Während der Wasserschweinnachwuchs auch schon Obst und Gemüse zu sich nimmt, ernähren sich die Hyänenjungtiere nur von Muttermilch. Aber wenn Mutter Lulonga sich stärkt, begleiten die Jungen sie und liegen zu ihren Pfoten. Übrigens ist das Fell der jungen Hyänen noch ganz schwarz, erst in den nächsten Wochen erscheinen nach und nach die charakteristischen Punkte der Tüpfelhyänen.

Quelle: PM Zoo Osnabrück