Zoo Osnabrück: So konnte Bärendame Tips aus dem Gehege ausbrechen

Die Osnabrücker Mischlingsbärin „Tips“ war am Samstagnachmittag aus ihrer Anlage im Osnabrücker Zoo entwichen. Nachdem die Bärin zum Angriff auf einen Zoomitarbeiter überging, musste sie erschossen werden. Jetzt hat der Zoo in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, wie es zu dem Gehege-Ausbruch gekommen ist:

Zoomitarbeiter haben das Gehege untersucht. „Eine Verkettung unglücklicher Umstände führte dazu, dass die Bärin aus der Anlage entkam. Tips hat drei verschiedene Hindernisse überwunden: Als erstes einen Elektrozaun. Anschließend hat sie sich durch eine nur 35 mal 40 Zentimeter große Öffnung zur Anlage der Silberfüchse gezwängt, mit denen sich die Bären ihre Anlage teilten – was wir angesichts der Größe des Bären für unmöglich eingestuft haben“, beschreibt Böer. „Zuletzt drückte und schlug sie in der Anlage der Silberfüchse mit ihrem gesamten Körpergewicht gegen ein Gitterelement des Außenzauns, das sie so aus den Angeln heben konnte. Wie der letzte Schritt genau passieren konnte, untersuchen wir weiterhin“, erklärt Zoodirektor Böer den Hergang. Die Ursache für dieses außergewöhnliche Verhalten kann laut Böer darin liegen, dass die Bärin ihre Winterruhe gerade beendet hat: „In dieser Phase zeigen Bären ein erhöhtes Erregungspotenzial, sie sind leicht reizbar und ihr Verhalten ist daher schwer einzuschätzen. Wir sind sehr traurig über das Geschehene, denn Tips war nicht nur ein Besucherliebling, sondern auch bei unseren Mitarbeitern ein beliebter Zoobewohner. Gleichzeitig sind wir aber auch sehr froh, dass kein Mensch zu Schaden kam“, erklärt der Zoodirektor. „Außerdem danken der Polizei Osnabrück für die tolle und reibungslose Zusammenarbeit und dass sie unter anderem die Bärenanlage sicherte“. Während der Untersuchung wird Hybridbär-Männchen Taps im Innenbereich bleiben und nicht im Außenbereich der Anlage zu sehen sein.

Quelle: PM Zoo Osnabrück