Zoo Osnabrück: Umbau im Südamerika-Areal

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Während Orang-Utan Buschi noch auf den Umbau seines Hauses wartet, können sich die Tiere im Südamerika-Areal im Zoo Osnabrück bereits über neue Anlagen freuen. Den Umbau förderte die Karmann-Stiftung mit 55.000 Euro.

Totenkopfaffen, Lisztaffen, Weißgesichtsmamorsetten, Flachlandtapire, Faultiere, Guanakos, Nandus und Boas sind unter anderem im Südamerika-Areal zuhause. 1975 wurde es errichtet – bereits damals mit Hilfe der Wilhelm-Karmann Stiftung (1971 gegründet). Zum 40. Geburtstag der Tierwelt kann der Zoo das Südamerika-Areal nun wieder richtig herausputzen und den Tieren noch mehr Platz bieten: „Die Karmann-Stiftung unterstützt neben den Museen der Stadt Osnabrück und der Universität sowie Hochschule Osnabrück auch den Zoo Osnabrück. Wir freuen uns, dass die 55.000 Euro hier nun gewinnbringend für die Tiere und die Besucher eingesetzt werden und sind begeistert von den bisherigen Ergebnissen“, so Wilhelm-Dietrich Karmann.

Umbau Innen fast abgeschlossen
Zur offiziellen Scheckübergabe begutachteten Karmann und Joachim Dallwig, Geschäftsführer der Stiftung, die bereits getätigten Arbeiten. „Im Innenbereich sind die elf Totenkopfaffen bereits umgezogen. Sie leben nun in der ehemaligen Anlage der Weißgesichtsmarmosetten und Faultiere, die wir aber noch vergrößert haben“, berichtet Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Damit haben sie nun auch ein für die Besucher einsehbares Außengehege. Die zwei Marmosetten sind ebenfalls in ein anderes Gehege
umgezogen und die zwei Faultiere leben nun „über“ den Flachlandtapiren. „Wir haben ihnen dort ein großes Klettergerüst gebaut. Damit haben sie eine besser strukturierte Anlage erhalten und auch die Tapire fühlen sich unter der Begrenzung, ähnlich einem Blätterdach, sehr wohl, da es sie abschirmt“, beobachtete Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Zusätzlich wurde die Halle in einem grün-gelblichen Farbton gestrichen, der durch entsprechende Beleuchtung wie in einem Blätterwald schimmert. Naturnah gestalteten die Zoohandwerker auch die Abgrenzung zu den Tapiren: Kastanienhölzer trennen nun Besucher von den Tapiren und ihrem Schwimmbecken ab und auch die Treppe sowie andere Gehegeabgrenzungen sind mit Holz verkleidet.

Gemeinsames Außengehege für Guanakos, Tapire & Co.
Im nächsten Schritt startet nun der Umbau der Außenanlagen, wie Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder erläutert: „Wir werden die Anlagen von Tapiren, Wasserschweinen, Guanakos und Nandus zusammenlegen, sodass sie ein riesiges Außengehege erhalten. Der Besucherweg wird aufgebrochen, natürlicher gestaltet und nicht mehr gradlinig geführt. Außerdem planen wir eine Pergola, von der die Besucher einen schönen Blick auf die Außenanlage haben.“ Die Innenställe sollen im Hazienda-Stil farbenfroh und dekorativ verkleidet werden.

Zoopräsident Reinhard Sliwka bedankte sich bei der Karmann-Stiftung für die großzügige Spende: „Dank der finanziellen Unterstützung können wir neben unseren Hauptprojekten auch Umbauarbeiten aus dem sogenannten B-Maßnahmenplan umsetzen und so weitere Gehege optimieren und verschönern.“ Der Umbau der Außenanlagen soll in den nächsten Wochen starten und bis zur Zoosaison 2015 abgeschlossen sein – passend für das Jubiläumsjahr des Südamerika-Areals.

Quelle: PM Zoo Osnabrück