Zoo Prag: Elefantenbulle Mekong trifft auf seine neue Herde

Der neue männliche Elefant Mekong wurde in dieser Woche zum ersten Mal mit der Elefantenherde im Zoo Prag zusammen geführt. Der Prozess der Integration wird nun in den nächsten Tagen fortgesetzt, heiss es.
„Das erste Aufeinandertreffen von Mekong und den weiblichen Elefanten war sehr interessant. Das Kennenlernen war begleitet von tröten und herumlaufen. Aber alles war so, wie es in dieser Situation normal ist. Jetzt ist die Situation viel ruhiger, den Besuchern bietet sich aber immer noch ein bemerkenswertes Schauspiel.“, sagt Kurator Pavel Brandl.

Die Einbeziehung in eine Zuchtgruppe ist entscheidend für die Sozialsierung von männlichen Elefanten und für das Wohlergehen von Mekong. Außerdem startet es den Fortpflanzungszyklus von jungen weiblichen Elefanten aus Sri Lanka. Mekong wird laut Brandl dauerhaft in der Herde, bestehend aus den Weibchen Donnou, Tonyou, Sitou und den aus Sri Lanka stammenden Tamarou und Janitou bleiben. Obwohl am ersten Tag speziell auf sie geachtet wurde, gingen die Mädels  ihre gewohnten täglichen Aktivitäten nach.
„Als einige der Weibchen den Neuzugang während der Fütterung bedrängten, zögerte er nicht, sie wegzuschieben.“, sagt Brandl.

Interessant ist vor allem wie sich die Beziehung zu den jüngeren Elefantenkühen entwickeln wird. Während Janitou sofort zeigte, dass sie weiß, wie man sich in seiner Gegenwart verhalten muss, konnte man bei Tonyou eine gewisse Unerfahrenheit beobachten.
Mekong wird sich nach Möglichkeit mit dem Weibchen Shanti und ihrem Jungtier Gulab in der Herde abwechseln. Shanti war beim ersten Zusammentreffen so unruhig, dass sie von der Gruppe getrennt wurde. Es wird ihr aber regelmäßig die Chance geboten, sich der Herde wieder anzuschließen.

Quelle: PM Zoo Prag / zoogast.de