Zoo Rostock: Todesursache von Orang-Utan-Weibchen Dinda geklärt

Das am 6. Februar 2020 plötzlich verstorbene Orang-Utan-Weibchen Dinda (13) litt unter einer schweren Dickdarmentzündung. Darüber informierte heute Zookuratorin Antje Angeli.

Noch am Freitag fand im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Rostock eine Sektion statt, um die Todesursache von Dinda abzuklären. Diese wurde unter Leitung des Stellvertretenden Institutsdirektors Prof. Dr. Fred Zack sowie Dr. Verena Kolbe und Dr. Johannes Manhart durchgeführt. Fachliche Unterstützung gab es darüber hinaus von Prof. Dr. Horst Nizze, dem ehemaliger Direktor des Instituts für Pathologie der Universitätsmedizin Rostock. Der erfahrene Pathologe hatte bereits die 2012 verstorbene Orang-Utan-Dame Shiwa obduziert. „Wir sind der Universitätsmedizin Rostock sehr dankbar für die professionelle Unterstützung und die schnelle Feststellung der Todesursache“, betonte die Zookuratorin. „Derartige akute Krankheitsverläufe wie bei Dinda sind zwar selten, treten aber vereinzelt immer wieder auf.“

Orang-Utan-Mutter Dinda hatte seit vergangenem Sonntag gesundheitliche Probleme. Sie war am Tag vor ihrem überraschenden Tod in der Tierklinik umfassend untersucht worden. „Die Verschlechterung ihres Zustandes in der darauf folgenden Nacht war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Nach Angaben der Rostocker Rechtsmediziner war der Tod von Dinda weder vorhersehbar noch zu verhindern“, so Antje Angeli. „Die zügige Abklärung war uns sehr wichtig. Jetzt gilt unser Hauptaugenmerk ihrer kleinen Tochter LinTang (2), der es gut geht, die sich aber ohne ihre Mutter in ihrer Gruppe neu zurechtfinden muss.“

Quelle: PM Zoo Rostock

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