Zoo Rostock: Trauer im Robbenrevier

Foto: Zoo Rostock / -Joachim_Kloock

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Innerhalb nur einer Woche mussten die Tierpfleger im Robbenrevier gleich zwei schwere Verluste verkraften. Am 26. Oktober verstarb völlig überraschend das Seebärenbaby Ole. Drei Tage später musste der Tierarzt den 21 Jahre alten Seebären Ron von seinen Leiden erlösen.
Inzwischen liegen die Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchungen vor. Das Leittier der Rostocker Tiergruppe, Seebär Ron, litt unter einem Schilddrüsenkarzinom. In den letzten Wochen hatte sich der Gesundheitszustand stark verschlechtert. Er hatte ein für Seebären recht hohes Alter. Beim fünf Monate alten Seebärenbaby Ole lag ein plötzliches Herz-Kreislauf-Versagen vor, die Ursache dafür bleibt unklar. Für gesundheitliche Probleme gab es keine Anzeichen. Mit dem Erreger, der aktuell für das Sterben der Seehunde an der Nordseeküste verantwortlich ist, hat der Tod des Jungtieres nichts zu tun.

Die Freude im Robbenrevier war groß, als nach einem Jahr Pause am 27. Mai dieses Jahres ein männliches Jungtier entdeckt wurde. Die Eltern waren Ron und Egoli (16 Jahre). Am 7. Juli wurde das Seebärenbaby auf den Namen Ole getauft. Zuletzt wurden davor im Jahr 2012 die Seebären Pepe und Shanti geboren.
Der stattliche Ron war der Liebling vieler Zoobesucher, Paten und Mitarbeiter. 1993 in der Wildnis geboren, kam das Gruppenoberhaupt als Jungtier Anfang 1995 in den größten Zoo an der deutschen Ostseeküste. In den fast zwanzig Jahren hat Ron mit 27 Seebärenbabys für reichlich Nachwuchs gesorgt. Ron war ein sehr liebevoller Vater, der im Winter auch schon mal als „Wärmflasche“ für seine Jungtiere hergehalten hat. In seiner Gruppe war er die unumstrittene Nr. 1, der seine Weibchen immer im Blick hatte. Egoli war vermutlich seine Lieblingsfrau, mit der er fünfmal Nachwuchs bekam.

Die südafrikanischen Seebären leben seit 1985 im Rostocker Zoo. Nach dem Tod von Ron und Ole besteht die Gruppe aus einem männlichen Tier, dem Jungtier Pepe, und drei weiblichen Tieren – Angra (23), Daisy (17) und Egoli (16). Seebären gehören wie die Seehunde zu den Robben. Die südafrikanischen Seebären sind an der West- und Südküste der Republik Südafrika beheimatet.

Quelle: PM Zoo Rostock