Zoo Salzburg: Nachwuchs bei den Roten Pandas

Foto: Zoo Salzburg

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Bedauerlicherweise starb Anfang Juli 2015 das neun Jahre alte Salzburger Rote Panda-Weibchen Banja an einer Leber- und Nierenerkrankung. In einem Nest auf ihrer Anlage hinterließ sie zwei, wenige Tage alte Jungtiere, die nun von Hand aufgezogen werden.

Stark gefährdete Tierart
Die beiden Roten Panda-Babys waren blind und wogen 180 Gramm als die Tierpfleger Sabrina Ameshofer und Christopher Köppl sie in ihre Obhut nahmen. In den ersten Tagen mussten die Kleinen alle drei Stunden mit rund 5 Millilitern Hundeaufzuchtmilch gefüttert werden.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht, diese Jungtiere von Hand aufzuziehen“, berichtet Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner. „Da Rote Pandas in ihrer ursprünglichen Heimat, den Bergwäldern Chinas, Nepals und Myanmars stark vom Aussterben bedroht sind, gehört es zu unseren Aufgaben, Tierarten, deren Überleben in freier Wildbahn nicht gesichert ist, zu erhalten und zu bewahren“.

Im Duisburger Zoo und im Wiener Tiergarten Schönbrunn wurden Rote Pandas bereits erfolgreich von Menschenhand aufgezogen. Diese Erfahrungen kommen nun auch den beiden Salzburger Jungtieren zugute.

Grebner weiter: „Derzeit entwickeln sich die beiden sehr gut. Mittlerweile haben sie ihre Augen geöffnet und wiegen schon rund 600 Gramm. Leider sind wir uns jedoch der Tatsache bewusst, dass sich alles auch sehr schnell ändern kann. Junge Rote Pandas sind sensible Schützlinge, die auch sehr krankheitsanfällig sind. Die nächste, entscheidende Hürde für das Überleben der Kleinen wird die Umstellung auf feste Nahrung sein, die sie ab dem 3. Monate meistern müssen. Wir hoffen jedoch, dass alles gut gehen wird.“

Achtung: Derzeit können die kleinen Pandas noch nicht von den Zoogästen beobachtet werden.

Quelle: PM Zoo Salzburg