Zoo Schwerin: Paarungshochsaison bei den Rothunden

Rothund – Foto: Zoo Schwerin

Paarungshochsaison bei den Rothunden

„Auf den ersten Blick verwechseln unsere Zoobesucher die Rothunde mit einem Fuchs.“, berichtet die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sabrina Höft.
Eine Gruppe von 2,2 Tieren lebt in der weiträumigen Anlage im Zoo Schwerin.
„Rothunde zeigen ein ausgeprägtes, straff hierarchisch geordnetes Rudelleben, welches von einem Alpha-Paar angeführt wird, das als einziges für den Nachwuchs sorgt. Im Moment ist das Alpha – Paar noch nicht gebildet denn beide Hündinnen bieten sich dem Rudelführer an.“, berichtet Sabrina Höft. „Sobald das Alpha – Paar feststeht, können wir auf eine baldige Verpaarung hoffen. Auf Nachwuchs warten wir schon lange sehnsüchtig.“, resümiert Frau Höft.
Durchschnittlich werden sechs bis acht Welpen geboren. An der Aufzucht der Jungtiere beteiligt sich das ganze Rudel. Also, Daumen drücken für die Nachzucht im Zoo Schwerin.

Info Rothund

Asiatische Rothunde leben in Rudeln von bis zu 20 Tieren, die ein festes Territorium beanspruchen. Sie halten eine soziale Rangordnung innerhalb der Gruppe. Bei der Nachwuchspflege bringen die älteren Tiere das Fressen, hochgewürgtes Fleisch, zur Wurfhöhle und beschützen die Mütter und deren Wurf, der bis zu acht Jungen stark sein kann. Bei der Jagd sind ebenfalls die Rollen klar verteilt: Es gibt Späher, Hetzer und Treiber. Je größer das Rudel ist umso größer sind die Beutetiere, die angegriffen werden. Obwohl ein ausgewachsener Rothund etwa zwei Kilo Fleisch am Tag braucht, verhalten sich die Tiere beim Verteilen der Jagdbeute sehr sozial. Jedes Rudelmitglied steht gleichviel zu, Jungtiere erhalten eine Zusatzration aus wiederhochgewürgtem, vorverdautem Fleisch. In ihrem sozialen Verhalten ähneln sie dem afrikanischen Wildhund, mit dem sie verwandt sind. Die Verständigung unter den Tieren stellt eine Besonderheit dar, denn die Tiere bellen nicht sondern pfeifen. In Indien nennt man sie deswegen auch „Pfeifender Jäger“. Der Rothund ist trotz seiner Anpassungsfähigkeit an Lebensräume und klimatische Bedingungen und seines weiten Verbreitungsgebiet stark gefährdet, man schätzt den Gesamtbestand aller, etwa elf Unterarten auf weniger als 2.500 Tiere.

Quelle: PM Zoo Schwerin / zoogast.de