Zoo Wuppertal: Erweiterung der Pekarianlage und Dienstantritt des neuen zusätzlichen Kurators

Foto: Simon Pannock

Foto: Simon Pannock

Es tut sich was im Grünen Zoo Wuppertal, auch in der vermeintlich „ruhigen Jahreszeit“ gibt es bemerkenswerte Veränderungen. Zu den jüngsten Neuerungen gehört die Erweiterung der Anlage für Halsbandpekaris, die vor kurzem fertiggestellt wurde. Möglich wurde diese Verbesserung in der Tierhaltung durch den Umzug von Hängebauchschwein „Rosi“ in den neuen JuniorZoo. Ihr freiwerdendes Gehege konnte anschließend mit der benachbarten Anlage der Pekaris verbunden werden. Den Nabelschweinen aus Südamerika steht nun eine deutlich vergrößerte Anlage mit zwei Innenställen zur Verfügung. Da ein Kontakt mit den kräftigen Gebissen der Tiere allerdings nicht zu empfehlen ist, musste die alte Hängebauchschweinanlage zum Besucherweg hin durch einen Holzzaun gesichert werden, der das Durchstrecken von Händen zuverlässig verhindert. Eingearbeitete Sichtfenster ermöglichen hier aber auch kleineren Gästen Einblicke in diesen Teil der Anlage. Pekaris leben gesellig in Gruppen und haben im Grünen Zoo regelmäßig Nachwuchs.

Neben der erweiterten Pekarianlage freut sich der Grüne Zoo Wuppertal auch über einen neuen, zusätzlichen Kurator, den Biologen Severin Dressen. Er verstärkt seit Anfang November das Leitungsteam des Grünen Zoos, der damit nun über zwei Kuratoren verfügt, die sich um den Tierbestand kümmern. Dressen stammt aus NRW und hat in Berlin und London studiert. In den letzten 3 Jahren hat er in England gelebt und gearbeitet, wo er u.a. seine Promotion vorbereitet hat, die kurz vor dem Abschluss steht.

Zudem referiert Dr. Roman Wittig vom Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie (Leipzig), Direktor des TaÏ Chimpanzee Project an der Elfenbeinküste im Rahmen der „Wuppertaler Zoogespräche“ am 15.12.2015 um 18:00 Uhr zum Thema „Konfliktmanagement bei freilebenden Schimpansen: Kosten und Nutzen von Aggressionen bei sozialen Tieren“.Die Wuppertaler Zoogespräche, eine Kooperationsveranstaltung des Wuppertaler Zoos und des Philosophischen Seminars der Bergischen Universität Wuppertal, eröffnen damit einen neuen Zyklus der Vortragsreihe im Menschenaffenhaus. Wissenschaftler aus den Bereichen der Primatenforschung, der philosophischen sowie evolutionären Anthropologie berichten allgemein verständlich aus ihren Forschungsprojekten und stellen diese zur Diskussion. Die Wuppertaler Zoogespräche legen den Schwerpunkt damit auf die Eigenschaften und Besonderheiten des Menschen mit Blick auf seine stammesgeschichtlich nächsten Verwandten: die Menschenaffen. Ein Vergleich scheint unabdingbar, treten doch die Eigenschaften, die den Menschen charakterisieren, im Kontrast zu den Primaten deutlich hervor: Wägen Menschenaffen etwa Kosten und Nutzen ab, bevor sie sich auf eine Auseinandersetzung unter Artgenossen einlassen? Lassen sich anhand dessen gar Rückschlüsse auf das Verhalten menschlichen ‚Konfliktmanagements‘ ziehen? Mit Herrn Dr. Wittig konnte für die Wuppertaler Zoogespräche ein renommierter Forscher aus dem Bereich der Verhaltens- und Aggressionsforschung bei Primaten gewonnen werden.

Quelle: PM Zoo Wuppertal