Zoo Zürich ist Partner der 2.Biomimikry Konferenz

Masoala-Regenwald-Halle - Foto: Zoo Zürich

Masoala-Regenwald-Halle – Foto: Zoo Zürich

Zoo Zürich ist Partner der 2.Biomimikry Konferenz

Am 4. und 5. September 2014 findet in Zürich der 2. Biomimicry Europe Innovation and Finance Summit statt. Der Zoo Zürich ist Partner der Veranstaltung.

3D-Drucken und Nachhaltigkeit sind das Leitthema des 2. Biomimicry Europe Innovation and Finance Summits, der am 4. und 5. September 2014 in Zürich stattfindet. Behandelt werden Fragen wie: Was können wir beim 3D-Drucken von den Tieren und der Natur lernen bezüglich Materialien und Konstruktionsweisen? Führende Innovations- und Finanzierungsexperten aus aller Welt diskutieren über konkrete Fallbeispiele und tauschen sich über geeignete Instrumente und Modelle aus, die die Umsetzung naturinspirierter Technologien für kommerzielle Produkte und organisatorische Änderungen beschleunigen könnten.

Masoala-Regenwald-Halle - Foto: Zoo Zürich

Masoala-Regenwald-Halle – Foto: Zoo Zürich

Der Zoo Zürich kann der breiten Öffentlichkeit zeigen, wie die Tiere Probleme in der Natur lösen, die sich auch auf die Technik übertragen lassen. Kurator Dr. Samuel Furrer spricht am 2. Biomimicry Europe Innovation and Finance Summit über Biomimetik im Zoo, Direktor Dr. Alex Rübel empfängt die Tagungsteilnehmer zum Abendessen im Masoala Regenwald.

Mehr Infos zum Zoo Zürich:
ZOO- UND TIERPARKLISTE

Organisiert wird der 2. Biomimicry Europe Innovation and Finance Summit von der Foundation for Global Sustainability (FFGS) in Zusammenarbeit mit Swisscleantech, der LIFE Klimastiftung Liechtenstein, dem Biokon Bionik Kompetenz Netz, dem Wyss Institute Harvard, der Point Loma Nazarene University San Diego, Ethical Markets und dem Zoo Zürich. Die Konferenz verspricht erlebnisreiche, fesselnde und anregende 1,5 Tage.

Informationen zum genauen Ablauf der Tagung gibt es im Internet. Ebenfalls kann man sich dort für die Tagung registrieren. Schnellentschlossene profitieren von einem Frühbucherrabatt.

Biomimikry: Was die Natur uns alles lehrt

Alle derzeit existierenden Lebewesen sind das Ergebnis einer seit Jahrmillionen laufenden Auslese. Aufgrund ihrer Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Anpassungen ist es ihnen gelungen, bis heute zu überleben. Doch wo liegt das Geheimnis dieser Erfolgsmodelle und welche Wirkprinzipien liegen ihnen zugrunde?

Tiere und Pflanzen können für uns Vorbilder sein und wahre Fundgruben für musterhafte Sozialstrukturen, technische Raffinesse, energieeffiziente Tricks oder pharmazeutische Wirkstoffe. Der Wissenschaftszweig, der sich mit dieser Thematik befasst, nennt sich Bionik, Kybernetik, Biomimetik, Bioinspiration oder eben auch Biomimikry. Ziel ist es, Funktionsweisen der Natur zu verstehen und diese für unsere Bedürfnisse zu adaptieren.

N'Gola mit Tochter Mahiri - Foto: Zoo Zürich

Foto: Zoo Zürich

Leonardo da Vinci war vor über 500 Jahren einer der ersten Bioniker. Er versuchte, den Vögeln und Libellen das Geheimnis ihrer Flugkunst zu entlocken. Da seine Flugmaschinen jedoch zu sehr auf Nachahmung basierten, scheiterte er. Es wäre beispielsweise auch zu einfach, die dominante Rolle eines Löwenkaters oder die Hierarchieform einer Gorillafamilie 1:1 als Führungsgrundlage für Managerausbildungen zu benutzen. Diese unter bestimmten Umweltbedingungen und für die jeweilige Art optimierten Sozialsysteme lassen sich nicht per se auf uns Menschen übertragen. Durchaus Potential liegt jedoch beim genauen Beobachten von Kommunikationstechniken, Informationswegen oder von sozialen Interaktionen.

Heute kennen wir bereits viele erfolgreiche Beispiele, die aus genauer Beobachtung und Interpretation natürlicher Begebenheiten entstanden sind. Dazu gehören etwa der Klettverschluss, der Bionic-Car oder superhydrophobe, selbstreinigende Oberflächen mit Lotuseffekt. Doch die moderne Bionik lässt sich nicht mehr nur auf das Mechanische reduzieren. Immer mehr zeigt sich, dass die Natur auch in den Bereichen Logistik oder Management Lösungswege bereit hält. Durch genaues Beobachten einer Affenhorde beispielsweise können wir durchaus auch mehr über unser eigenes Verhalten erfahren. Verschiedene Beobachtungsfelder bieten sich dabei an, zum Beispiel nonverbale Kommunikationsformen (Mimik, Gestik, Körperhaltung, Erscheinungsbild u.a.) oder soziale Umgangsformen und Kooperationen (Umgang mit Mitarbeitern, Reputation).

Quelle: PM Zoo Zürich