Zoo Zürich: Nachwuchs bei den Schwarzhalsschänen

Schwarzhalsschwan mit Jungtier - Foto: Zoo Zürich

Schwarzhalsschwan mit Jungtier – Foto: Zoo Zürich

Gar nicht so hässlich: Junger Schwarzhalsschwan

Im Themenbereich Pantanal des Zoo Zürich ist am 30. April 2014 nach fünfwöchiger Brutzeit ein Schwarzhalsschwan geschlüpft. Das Nest wurde durch die Elternvögel auf einer Gelbbrust-Kapuzinerinsel in der Pantanal-Anlage angelegt und vehement gegen die neugierigen Affen verteidigt. Der Kleine versteckt sich, ganz schwanentypisch, vielfach noch auf dem Rücken eines Elterntieres. Je grösser er wird, umso häufiger wird er jedoch selber schwimmen müssen. Im Moment ist der junge Schwan noch ganz weiss. Erst im zweiten Jahreskleid wird er den arttypischen schwarz befiederten Hals ausbilden.

Der Schwarzhalsschwan ist, neben dem Koskorobaschwan, eine der beiden Schwanarten Südamerikas. Seine Verbreitung umfasst den südlichen Teil des Kontinents. Die Brutgebiete bilden hauptsächlich große Flachwasserseen am Fusse der Andenketten im Süden Chiles und Argentiniens. Nach der Fortpflanzungssaison bilden sich große Mauserschwärme in küstennahen, ruhigen Gewässern. Zur Überwinterung ziehen viele Populationen nordwärts und erreichen Uruguay, Paraguay und Brasilien. Der Bestand der Schwarzhalsschwäne wird auf rund 100’000 Vögel geschätzt, wovon etwa 2500 auf den Falklandinseln leben.

In Europäischen Zoos werden gut 150 Schwarzhalsschwäne gehalten. Sie gelten als friedlich und sind winterhart. Unsere beiden Vögel stammen aus dem Weltvogelpark Walsrode. Die junge Familie lässt sich am besten vom Polizeiposten aus beobachten.

Quelle: PM Zoo Zürich