Zoo Zürich vermeldet Erfolg bei den langjährigen Bemühungen zur Deklaration von Palmöl

Foto: Zoo Zürich

Palmöl muss auch in der Schweiz deklariert werden – 
Erfolg der Zoos im Kampf zur Erhaltung der bedrohten Orang-Utans

Wie das Eidgenössische Department des Inneren (EDI) mitteilte, muss Palmöl ab 2016 auch in der Schweiz deklariert werden.
Der Zoo Zürich begrüßt diese Deklarationspflicht. Die obligatorische Kennzeichnung von Palmöl in Lebensmitteln ist ein großer Erfolg und wichtiger Schritt für den Schutz von Menschenaffen und ihrer Lebensräume. Sie dient der Sensibilisierung der Schweizer in Bezug auf die ökologischen Auswirkungen der Palmölproduktion und ermöglicht es den Konsumenten, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen.

Palmöl befindet sich als Zusatzstoff in unzähligen Lebensmitteln. Weil für die Produktion von Palmöl, das aus den Früchten der entsprechenden Palme gewonnen wird, weiterhin große Regenwaldflächen gerodet werden, ist die Palmölproduktion zu einem der größten Regenwaldkiller weltweit geworden. Hauptanbaugebiete der Monokulturen sind Indonesien und Malaysia.

2010 war der Verband Europäischer Zoos und Aquaria (EAZA) mit seiner europaweiten Kampagne zur Erhaltung der großen Menschenaffen und der Hilfe einiger EU-Parlamentarier maßgeblich daran beteiligt, dass die EU eine Kennzeichnungspflicht für Palmöl eingeführt hat.

Auch der Zoo Zürich hat sich an dieser Kampagne beteiligt und setzt sich zusammen mit der in Sumatra aktiven Schweizer Stiftung PanEco für den Erhalt der Orang-Utans in diesen Ländern ein.

Für die langfristige Erhaltung der Orang-Utans ist die Reduktion des weltweiten Palmölverbrauchs entscheidend. Sie ist die wichtigste Ursache für deren aktuelle Bedrohung und Ausrottung.

Quelle: PM Zoo Zürich