Zoojahr 2012 im Zoo Osnabrück

Asiatische Elefanten – Foto: D.Menken/Zoo Osnabrück

Zoojahr 2012: Trotz schlechter Witterung voll im Plan
Dass der Zoo Osnabrück ebenfalls wie alle anderen Zoos nach dem Rekordjahr 2011 im Geschäftsjahr 2012 an der schlechten Witterung im Frühjahr litt, berichtete Zoogeschäftsführer Andreas Busemann bei der Vorstellung der ersten Bilanz der Zoo gGmbH: „Wir konnten nicht von den durchgängig guten Witterungsbedingungen in 2011 ausgehen und haben für 2012 realistisch geplant. Die Planabweichungen lagen sowohl bei den Erlösen, als auch bei den Aufwendungen und Investitionen im Promillebereich, was die hohe Verlässlichkeit des Planungs- und Controllingsystems verdeutlicht. Ein deutlich positiver Finanzüberschuss zeigt, dass der Zoo auch künftig Investitionsspielräume hat.“ Zoologische Gärten können allerdings als Non-Profit-Einrichtungen aufgrund ihrer Kostenstrukturen nicht kostendeckend arbeiten, sondern verzeichnen Bilanzverluste. Bei Abschreibungen von über 1,6 Millionen Euro sei der Bilanzverlust in Höhe von unter 400.000 Euro genau auf Planniveau, so Busemann. Wie effektiv der Osnabrücker Zoo arbeitet, zeige sich dabei insbesondere im Vergleich mit allen anderen deutschen Zoos. „Der Vergleich mit dem benachbarten Allwetterzoo Münster, der in 2012 einen Bilanzverlust von 4,7 Millionen Euro eingefahren hat, verdeutlicht, dass die Strategie, auf effektives Marketing, intensives Sponsoring und strikte Einsparungsprogramme statt auf üppige kommunale Zuschüsse zu setzen, hart für alle Mitarbeiter, aber im Endeffekt goldrichtig für die Zooentwicklung ist“, betont der Geschäftsführer überzeugt. Das bestätigen auch die positiven Rückmeldungen der Besucher: „Die Anzahl derer, die uns weiterempfehlen, ist weiterhin sehr hoch. Das ist unser Besucherpotenzial für die nächsten Jahre. Mit unserem Masterplan sind wir gut aufgestellt, um dieses hohe Besuchspotenzial abzusichern oder sogar auszuweiten und damit unsere Rolle als touristischer Leuchtturm und Umsatzbringer für die Region weiter zu festigen,“ blickt Busemann optimistisch in die Zukunft. Gemäß Masterplan wird zurzeit die Tigeranlage, dann das Menschenaffenhaus zur Tempelanlage „Angkor Wat“ umgebaut. Anschließend soll „Nordamerika“ im Kamel- und Vogelbereich entstehen. In den witterungsbedingt nicht gerade guten Rahmenbedingungen des Berichtsjahres 2012 und insbesondere des aktuellen Zoojahres 2013 sieht der Geschäftsführer auch Chancen: „Aufgrund der jetzigen Situation haben wir in den letzten Monaten alle Aufwandspositionen unter die Lupe genommen und viele Einsparungen vornehmen können. Parallel konnten wir unser Sponsorennetzwerk auf 140 Firmen erweitern. Eine solche Identifikation der heimischen Wirtschaft mit dem Zoo ist europaweit einmalig.“

Neue Tiere – neue Gehege
Auch im Tierbereich gibt es gute Nachrichten. Zoodirektor Prof. Michael Böer leitet nun seit über einem Jahr die wissenschaftliche Abteilung und hat in dieser Zeit viel bewegt: „Im Fokus stand natürlich der Wechsel von Afrikanischen auf Asiatische Elefanten. Doch darüber hinaus ist viel mehr passiert: Wir haben die Mendoza-Halle eröffnet, dank der neuen Fähe Paulina gab es Nachwuchs bei den Wölfen, Mantelaffen sind in Takamanda eingezogen und Chapmann-Zebras leisten nun den Nashörnern Gesellschaft“, zählte Böer einige Maßnahmen auf. Und es stehen noch viele Umbauarbeiten im sogenannten B-Plan an: So soll die Klammeraffenanlage im Eingangsbereich vergrößert werden, die Zwergotter erhalten im Aquarium ein für die Besucher einsehbares Winterquartier und auch die Totenkopfaffen sowie Kapuzineraffen sollen im Südamerika-Areal ein größeres Gehege mit Durchgang für die Besucher erhalten.

Quelle: PM Zoo Osnabrück