ZOOM Erlebniswelt: Wissenschaftliche Untersuchungen bei Binturong und Kleinem Panda

Kleiner Panda "Kenzo" - Foto: ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Kleiner Panda „Kenzo“ – Foto: ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen unterstützt zur Zeit zwei zoologische Projekte des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP). Beide wissenschaftlichen Arbeiten befassen sich mit Tieren aus der Erlebniswelt Asien. Damit unterstreicht die ZOOM Erlebniswelt wieder eine der wichtigen Aufgaben zoologischer Gärten: Forschung und Artenschutz.

Der Kleine Panda steht seit 2008 auf der Roten Liste gefährdeter Arten, nachdem bereits seit 1985 ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm für ihn geführt wird. In der ZOOM Erlebniswelt lebt ein Pärchen dieser rotbraunen Raubtierart. Hier wurden nun im Rahmen eines Projektes des EEP Koordinators und des Senckenberg Museums Kotproben gesammelt. Die Untersuchung wird durch den WWF finanziert. Ziel soll es sein, bis Mitte Dezember Proben aller Kleinen Pandas aus europäischen Zoos zu sammeln und auszuwerten. Im Anschluss sollen dann DNA-Tests erfolgen, um die genetische Vielfalt in den Zoos festzustellen und diese durch Zuchtmanagement weiterhin zu erhalten.

Das Zuchtbuch der Kleinen Panda wird im Zoo Rotterdam geführt. Die Nachzucht der Katzenbären gelingt in über 30 wissenschaftlich geleiteten zoologischen Gärten. Der Weltzoobestand außerhalb Chinas, dem Heimatland der Kleinen Pandas, beläuft sich auf 808 Exemplare.

Auch bei den Binturongs findet momentan eine vom EEP initiierte und koordinierte Untersuchung statt. Hier werden alle Tiere in europäischen Zoos vermessen. Man vermutet, dass es neun Unterarten bei den Binturongs gibt, die sich unter anderem durch ihre Maße unterscheiden. Die zwei Gelsenkirchener Exemplare sollen zu einer seltenen Unterart (Arctictis binturong whitei / Palawan-Binturong) gehören. Der Bestand der Binturongs hat während der letzten 30 Jahre um mehr als 30 Prozent abgenommen. Die Art gilt daher als gefährdet.

In der ZOOM Erlebniswelt finden regelmäßig wissenschaftliche Forschungen statt, sei es durch eigene Veterinärmediziner oder in Zusammenarbeit mit Studierenden verschiedener Hochschulen im Bereich Tiermedizin oder Biologie.

Quelle: PM ZOOM Erlebniswelt