Zoopark Erfurt: Abschied von Löwin Ribat

Mit großem Bedauern nimmt der Zoopark Erfurt Abschied von der Berberlöwin Ribat. Besonders Tierpflegerin Sabine Fuß und ihre Kollegen, die Ribat 13 Jahre lang betreuten, sind sehr betroffen. Sie hatten sich mit sehr viel Einsatz, um die kranke Löwin gekümmert. Alle hofften noch auf eine erfolgreiche Therapie, doch nichts schien zu helfen.

Ribat war in den letzten drei Wochen sehr krank. Trotz intensivster veterinärmedizinischer Untersuchungen durch diverse Spezialisten und der Zootierärztin konnte bisher die Ursache für die Erkrankung nicht geklärt werden.

Mittwoch wurde sie von Löwenkater Bagani in einer kurzen Aktion erstickt. Zeitgleich erhielt der Zoopark den Befund über stark erhöhte Nierenwerte. Noch vor drei Wochen waren diese unauffällig. Zum weiteren Vorgehen sollte umgehend eine Beratung stattfinden. Die ersten makroskopischen Ergebnisse von Ribats Körper in der Veterinärpathologie Leipzig stellten eine chronische Nierenentzündung fest. Die daraus folgende Azotämie (erhöhter Spiegel harnpflichtiger Substanzen im Blut) erklärt Ribats schlechtes Allgemeinbefinden in den letzten Wochen. Durch die damit verbundene Übelkeit ist auch die schlechte Nahrungsaufnahme zu erklären. Die Ergebnisse der histologischen Untersuchung werden Ende nächster Woche erwartet.

Ribat lebte seit 2005 in der neu eröffneten Löwensavanne im Thüringer Zoopark Erfurt. Am 25. Oktober 2017 bekam sie Gesellschaft von der zweijährigen Junglöwin Bastet aus Danzig. Am 17. Februar 2018 kam der zweijährige Junglöwe Bagani aus dem französischen Zoo Parc de Félins in Lumigny-Nesles-Ormeaux dazu.

Quelle: PM Zoopark Erfurt

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