Zooschul​e Landau erhält UNESCO-Auszeichnung

Foto: Zooschule Landau

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat die Zooschule Landau ein weiteres Mal als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Einrichtungen, die die Anliegen dieser noch bis 2014 laufenden weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen und dadurch Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln vermitteln. Die Urkunde wird am 13. April 2013 im Rahmen einer Festveranstaltung auf der Messe FAIR HANDELN in Stuttgart übergeben.

Das umfassende Bildungsprogramm und die zahlreichen Aktionen der Zooschule Landau haben die Jury erneut überzeugt: „Die Zooschule Landau zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland und Mitglied der Jury. „Im Rahmen ihrer vielfältigen pädagogischen Aktivitäten lehrt sie Kinder kompetent, nachhaltig zu handeln.“ Schritt für Schritt hat sich die Zooschule in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, als Lernort für Kinder und Jugendliche, aber auch als Praxisfeld für angehende Lehrerinnen und Lehrer und Diplompädagoginnen und -pädagogen. Neben neuen Unterrichtseinheiten und neuen Veranstaltungsformen wie die „Kinderferienwoche“ wurde die Kinder-Agenda Pfalz entwickelt, ein Mitmachbuch für Grundschulkinder, das die zoopädagogische Arbeit im Zoo ergänzt. Internetseiten mit Unterrichtsvorschlägen und ausführlichen Erläuterungen zum Unterrichtskonzept vervollständigen das pädagogische Angebot. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die Zooschule unter verschärften Auswahlkriterien ein fünftes Mal in Folge überzeugen konnte“, erklärt die Leiterin der Zooschule, Dr. Gudrun Hollstein. Voraussetzung für die Auszeichnung der UNESCO ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus mindestens zwei der drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem wichtig: Die Projekte haben innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten. Vor vier Jahren erhielt die Zooschule für das Projekt „Umweltbildung für Dschibuti“ ebenfalls die Auszeichnung als UN-Dekadeprojekt. „Sie ist in Rheinland-Pfalz die einzige Einrichtung, die über fünf UNESCO-Auszeichnungen im Rahmen der UN-Dekade ’Bildung für eine nachhaltige Entwicklung’ verfügt“, freut sich Dr. Jens-Ove Heckel, Direktor des Landauer Zoos. Die Zooschule Landau, seit 1992 unter der Leitung von Dr. Gudrun Hollstein, ist eine Kooperationseinrichtung von Universität in Landau und Zoo Landau in der Pfalz, die im letzten Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiern konnte. Der Film „Naturschutz und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – Die Landauer Zooschule“ von Dr. Paul Schwarz gibt einen Einblick in die vielfältigen Unterrichtseinheiten und Veranstaltungen der Zooschule. Er kann über den Zoo Landau bezogen werden.

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu – etwa Teamfähigkeit oder interdisziplinäres Denken – vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Quelle: PM Zoo Landau