Zukunft Wilhelma: Neue Elefantenwelt und weitere Asien-Anlagen gehen in Planung

Foto: Wilhelma

Die Wilhelma will ihre Tierhaltung weiter verbessern und für die Besucherinnen und Besucher noch attraktiver werden. Finanzministerin Edith Sitzmann, Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin und Prof. Georg Fundel, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma, haben am Montag (24. April 2017) die Schritte zur Weiterentwicklung der Wilhelma vorgestellt. Als nächster großer Schritt ist eine neue Asienanlage geplant, die am oberen Ende des Geländes an der Pragstraße entstehen soll. In der Asienanlage wird es eine neue Elefanten-welt geben, in die nicht nur Elefanten, sondern auch Nachttiere, Reptilien und einige Vogelarten einziehen sollen.

„Die Wilhelma ist und bleibt lebendig. Wir wollen sie weiterentwickeln und zukunftsfähig machen“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann bei der Pressekonferenz in der Wilhelma. Dabei seien eine gute Tierhaltung, die Attraktivität der Wilhelma für die Besucherinnen und Besucher und die guten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig, so Sitzmann. „Mit diesen Kriterien im Hinterkopf machen wir uns nun an die nächsten Entwicklungsschritte für die Wilhelma.“

Rund 11.700 Quadratmeter Außenfläche und etwa 5.100 Quadratmeter Gebäudefläche soll die neue Elefantenwelt groß sein, an deren Planung gearbeitet wird. Auf der Fläche können bis zu 14 Tiere unterkommen; die Anforderungen an die Haltung einer Zuchtherde sollen damit dauerhaft erfüllt werden. Dazu kommen etwa 600 Quadratmeter Gebäudefläche und zirka 230 Quadratmeter Außen-fläche für die weiteren Tierarten wie die Nachttiere. Auch Gastronomie ist im Bereich der Elefantenwelt vorgesehen.

„Wir erreichen mit der neuen Elefantenwelt ein deutlich höheres Niveau bei der Haltung der Elefanten“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Kölpin. „Der Herdenverband, die Aufzucht der Jungtiere und ein dann distanzierter Umgang durch die Tierpfleger, dem so genannten geschützten Kontakt, fördern das Sozialgefüge unter den Elefanten gleich dreifach.“

Der erste Baustein der neuen Asienanlage wird nicht die Elefantenwelt, sondern ein Gehege für Asiatische Huftiere sein. Die Arbeiten dafür sollen im nächsten Jahr starten. Das Huftier-Gehege wird rund 1,5 Millionen Euro kosten. Ab 2019 soll der Bau für ein Asiatisches Dorf mit verschiedenen Haustierarten angegangen werden. Das Asiatische Dorf wird ebenfalls rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Prof. Georg Fundel, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Wilhelma sagte: „Der Förderverein begrüßt und unterstützt die Initiativen des Landes zur Stärkung der Wilhelma. Durch die geplanten Baumaßnahmen wird die Wilhelma ihren Spitzenplatz unter den besten Zoos Europas verteidigen. Allein für die Elefanten, das Wappentier der Wilhelma, planen wir eine Förderung des Projektes durch den Verein mit bis zu 10 Millionen.“

Der Schaubauernhof kann wegen des Flächenbedarfs für die Asienanlage an der Stelle nicht in seiner jetzigen Form bestehen bleiben. Er soll weiter entwickelt und in die neue Asienanlage integriert werden. Der kontinentale Schwerpunkt zieht sich künftig von den Asiatischen Elefanten oben im Park entlang der Pragstraße über die indischen Panzernashörner bis zu den neuen Asiatischen Löwen in der Mitte der Wilhelma. „Dazu passt es, dass wir als Ersatz für den Bauernhof zum einen eine Anlage für Huftiere Asiens, wie Sunda-Ochsen und Sikahirsche bauen, und zum anderen ein asiatisches Dorf mit Nutztieren nachbauen. So behalten wir einen Streichelzoo, dann aber mit passenden Arten, damit wir den Kindern unserem Ansatz entsprechend Tiere aus aller Welt nahebringen können“, sagte Kölpin.

Quelle: PM Wilhelma

Schreibe einen Kommentar