Zwei Kugelgürteltiere sind im Zoo Dortmund eingezogen

Pünktlich zur Fußball-WM:
„Fulecos“ Bruder im Zoo Dortmund

Foto: Floyd / zoogast.de

Foto: Floyd / zoogast.de

Pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft sind zwei Kugelgürteltiere in ihr neues Gehege im Amazonashaus des Zoo Dortmund eingezogen.

Hintergrund:
Ein Kugelgürteltier stand Pate für das Maskottchen des diesjährigen Fußballfestes in Brasilien. Der Name des Maskottchens – Fuleco – ist eine Verschmelzung von „futebol“ (Fußball) und „ecologia“ (Umweltschutz). Der Panzer von Fuleco soll die Schönheit der Natur Brasiliens repräsentieren, für deren Schutz es sich einsetzt. Die Blautöne symbolisieren den Himmel sowie die klaren Gewässer in und um Brasilien.
Fuleco stellt das Nördliche Kugelgürteltier (Tolypeutes tricinctus) dar. Diese Art ist stark vom Aussterben bedroht. Das Hauptverbreitungsgebiet des Nördlichen Kugelgürteltiers ist die Caatinga-Region im Nordosten Brasiliens. Diese ist eine mit dornigen Büschen und Bäumen bewachsene Trockenlandschaft mit weniger als 500 Millimeter Jahresniederschlag. Die Art wird nicht im Zoo gehalten.
Im Amazonashaus ist der nahe Verwandte, das Südliche Kugelgürteltier (Tolypeutes mactacus), zu sehen. Es ist nicht so stark bedroht und lebt im südöstlichen Bolivien, in Südwestbrasilien, in Paraguay und im Norden von Argentinien.
Beide Gürteltier-Arten können sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammenrollen, was ihnen in Brasilien den Namen „Tatu-bola“ (Tatu = Gürteltier / Bola = Ball) eingebracht hat. Da lag es nahe, diese Tiere mit der Fußballweltmeisterschaft in Verbindung zu bringen.

Der Fußballbezug fällt gleich beim Betreten des Amazonashauses auf: Die verkleidete Wand als Spielfeld und Fußbälle als Gucklöcher laden zum Reinschauen ein. Wird man dort Bao, geboren im Zoo Halle, und Wenona, geboren in der Tierwelt Herberstein in Österreich, beim Fußballmatch sehen können? Auf jeden Fall haben beide die Gabe für ein WM-Orakel.

Quelle: PM Zoo Dortmund