Zwei Mantelaffen im Zoo Osnabrück ausgebüxt

Foto: Zoo Osnabrück / Hanna Rickert

Im Zoo Osnabrück haben am Montagnachmittag zwei Mantelaffen (oder auch Guereza) das Gehege verlassen und sind vermutlich im Zoo oder im benachbarten Wald am Schölerberg unterwegs. Die Affenart ist ungefährlich. Der Zoo bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

„Unsere Tierpfleger haben heute Nachmittag entdeckt, dass die zwei Weibchen Ofina und Kimberly in der insgesamt dreiköpfigen Gruppe fehlen“, berichtet Tobias Klumpe, Kurator und Biologe vom Zoo Osnabrück. „Aktuell können wir nicht viel machen, denn die Affen können sehr gut klettern und springen. Wir gehen davon aus, dass sie zurzeit den Wald im Zoo oder um den Zoo herum erkunden. Das Laubwerk ist gerade sehr dicht und die Bäume sehr hoch, sodass es schwer sein wird, sie auf die Schnelle zu finden.“ Die Zoomitarbeiter hoffen zunächst, dass die Tiere von alleine zurückkehren und haben dafür Klettermöglichkeiten über den Wassergraben, der das Außengehege umgibt, gelegt. Zurück geblieben ist das Männchen Abasi, 9 Jahre, der im Innengehege auf seine Weibchen wartet. Wie die Tiere das Gehege verlassen konnten, konnte noch nicht rekonstruiert werden.

Keine Gefahr für Menschen
Von Ofina und Kimberly gehe keine Gefahr aus, sie seien eher scheu, erläutert Klumpe: „Mantelaffen sind sehr friedlich. Allerdings sollte man nicht selbst versuchen sie einzufangen, denn wie jedes Tier bekommen sie Angst, wenn sie in die Enge getrieben werden, und wehren sich auch.“ Deswegen bittet der Zoo Anwohner und Spaziergänger um Mithilfe: Wer die Tiere sieht, soll sich bitte umgehend bei der Feuerwehr unter 112 melden. Polizei und Feuerwehr sind informiert. Mantelaffen sind etwa 50 bis 70 Zentimeter groß und haben ein auffälliges, schwarz-weiß gemustertes, langes Fell. Genug Futter finden die Ausreißer auf jeden Fall: Sie sind Laubfresser und lassen sich die Blätter des Buchenwaldes sicherlich schmecken.

2013 war Mantelaffen Lubaya im Zoo Osnabrück ausgebüxt und ging für knapp zwei Wochen auf Erkundungstour. Mithilfe der Anwohner konnte sie schließlich in einen Keller gelockt und zurück in den Zoo gebracht werden.

Quelle: PM Zoo Osnabrück