Zweiköpfige Schildkröte im Zoo von San Antonio geboren

Am 18. Juni 2013 wurde im Zoo von San Antonio im Bundesstaat Texas/USA eine doppelköpfige Schildkröte geboren. Es würde sich um siamesische Zwillinge handeln, also zwei Embryos die sich bei der Geburt nicht getrennt hätten, hieß es vom Zoo. Das Tier ist gesund, schwimmt und frisst ohne Probleme und beide Köpfe scheinen sich über den Tagesablauf einig zu sein. In Anspielung auf den Hollywoodfilm taufte man sie auf die Namen Selma und Louise.
Nur eine Woche zuvor kam eine ähnliche Meldung aus China. Dort hatte ein Biologielehrer aus dem nordchinesischen Qingdao in der Shandong Provinz eine doppelköpfige Schildkröte mit in den Unterricht gebracht. Er habe das Tier von einem Freund geschenkt bekommen und es verhalte sich ganz wie andere Tiere seiner Art, lediglich die Köpfe könnte es nicht in den Panzer zurückziehen.
Im Naturhistorischen Museum von Genf wurde eine dieser „Launen der Natur“ über zehn Jahre alt, dort hatte man schon 1997 das seltsame Tier im Brutkasten entdeckt und unter großen Anstrengungen geschafft es groß zu ziehen.
Die angeblich kleinste Schildkröte mit zwei Köpfen, sie soll so groß wie ein Fünf-Cent-Stück sein, wird in einer „Freak-Show“ am Strand von Los Angeles ausgestellt. Ihr Besitzer taufte sie Tenny und Tiny.

Doppelköpfig Tiere sind nicht so selten, wie man vielleicht glauben mag. In freier Wildbahn haben sie aber so gut wie keine Überlebenschance. Bei Schlangen wurde es bereits vermeldet und auch bei anderen Reptilien gibt es Nachweise. Nur bei Säugetieren und Vögeln sind auf diese Weise mutierte Wesen meist nicht lebensfähig. In Zoos ist die Geburt eines solchen Tieres jedoch immer eine Sensation und führt, zumindest kurzzeitig, zu einem großen Besucherandrang. Aus diesen Gründen werden diese Tiere, dann auch meist groß gezogen und gezeigt. Wogegen auch nichts spricht, wenn es dem Tier gut geht, meinen Experten.

Quelle: PM zoogast.de