Bison-Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn

Foto: Daniel Zupanc / Tiergarten Schönbrunn

Calamity Jane: So heißt der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn. Die legendäre US-amerikanische Wildwestheldin hat den perfekten Namen für ein Bison-Mädchen geliefert, das am 15. April zur Welt gekommen ist. „Unser Bison-Nachwuchs erlebt auch bereits erste große Abenteuer, er läuft und springt durch die Anlage. Noch ist das Jungtier aber vom Herumtoben schnell müde und macht immer wieder kurze Nickerchen im Rindenmulch oder Sand – meist in der Nähe von Mutter Yvonka“, erzählt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Vater der kleinen Calamity Jane ist der stattliche Bulle Menewa, der 2011 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurde. Das Fell neugeborener Bisons ist orangefarben. Erst im Alter von einem halben Jahr bekommen sie das bisontypische dunkelbraune Fell.

Einst zogen 60 Millionen Bisons in riesigen Herden durch Nordamerika. Sie sicherten den indigenen Völkern durch ihr Fleisch und ihr Fell das Überleben. Das Eindringen der europäischen Siedler brachte die imposanten Wildrinder an den Rand der Ausrottung. Nur etwa 500 Bisons überlebten die gnadenlose Jagd. Hering-Hagenbeck: „Heute ist die Bison-Population zwar stabil, allerdings bewohnen die einstigen Könige der Prärie nur noch ein Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes.“ Laut Weltnaturschutzorganisation IUCN gibt es derzeit rund 18.000 wildlebende Bisons. Zwei große Herden mit insgesamt fast 5.000 Tieren leben im Yellowstone Nationalpark. In der Nähe des heutigen Nationalparkgebietes betrieb Calamity Jane einst auf ihrer Farm für kurze Zeit eine Gastwirtschaft.

Quelle: PM Tiergarten Schönbrunn

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